Innovatives kalte Nahwärmenetz in Hagen am Teutoburger Wald durch die energievorsorger GmbH

 

Seit Gründung der energievorsorger im Jahr 2012 stehen wir für nachhaltige Produkte. Es ist uns ein wichtiges Anliegen Energie ökologisch und klimaneutral an unsere Kunden zu liefern, sodass wir einen hohen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Zudem lassen wir seit 2020 auch in unserem Betrieb den CO2-Ausstoß ermitteln und sorgen dafür, dass dieser kompensiert wird. (Wir haben im März darüber berichtet) Als wäre das nicht genug, sind wir von den energievorsorgern jetzt auch ein Wärmenetzbetreiber in unserer Heimatort Hagen am Teutoburger Wald.

In enger Zusammenarbeit mit unseren Mutterhäusern „Teutoburger Energie Netzwerk eG“ (TEN) und der „Stadtwerke Lengerich GmbH“ (SWL) haben wir ein innovatives Versorgungskonzept für mehr als 20 Haushalte geschaffen. Noch in diesem Jahr werden zwei Mehrfamilienhäuser, 14 Einfamilienhäuser und sechs Doppelhaushälften von einer ressourcenschonenden und kostengünstigen Wärme- und Kälteversorgung profitieren.

„Da wir von Kopf bis Fuß an Nachhaltigkeit denken und die Philosophie auch leben, kommt der gesamte Strom für die Wärmepumpen und die im Netz benötigte Technik zu 100% aus klimaneutraler Erzeugung.  So ist unser Kalte Nahwärme-Netz komplett emissionsfrei“, erklärt Geschäftsführer Stephan Stromann.

Neben der klimaneutralen Wärmeversorgung sind unsere Kunden darüber hinaus nicht mehr von den Preisen fossiler Brennstoffe abhängig. So können die Bauherren zusätzlich zu niedrigen Investitionen, eingesparten Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie die Nutzung der KFW-Förderungen dauerhaft bares Geld sparen!

Die ersten Häuser werden passend zur kälteren Jahreszeit ab Herbst 2021 mit unserer klimafreundlichen Wärme versorgt.

Mit dieser zukunftweisenden und nachhaltigen Wärmeversorgung übernehmen wir mit unseren Mutterhäusern und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hagen a.T.W. eine Vorreiterrolle für die Region.

Fortsetzung folgt...

Wärme aus über 100 Metern Tiefe? So funktioniert es...

 

Im Juni haben wir von unserem kalte Nahwärmenetz am Baugebiet östlich vom Johann-Spratte-Weg (Am Hexenholz) berichtet. Jetzt möchten wir einen Einblick in die verbaute Technologie ermöglichen. 

In einem zentralem ‚Bohrfeld‘ werden Erdwärmesonden in ca. 140 m Tiefe installiert, die dann die aufgenommene Wärme in eine dafür extra errichtete Geothermie-Zentrale leiten.

Durch eine Ringleitung fließt die Wärme dann an die einzelnen Gebäude, die wiederum mittels einer Wärmepumpe die Energie zur Wärme- oder auch Kälteerzeugung nutzen kann. „Anders als in den üblichen (Fern-)Wärmenetzen bei denen die Temperatur ca. 70 bis zu über 100 °C beträgt, genügen bei unserem Versorgungskonzept dagegen Temperaturen von 10 bis 15 °C, um im Winter heizen und im Sommer sogar kühlen zu können. Daher auch der Begriff der kalten Nahwärme“, so Geschäftsführer Stephan Stromann.

Um die Energie an die sogenannte Sole-Wasser-Wärmepumpe zu transportieren, fließt eine Flüssigkeit als Wärmeübertragungskonzentrat, bestehend aus Wasser und Frostschutzmittel durch die Leitungen. Sie nimmt die thermische Energie aus dem Erdreich auf und wird dadurch selbst wärmer. In der Wärmepumpe verdampft das Kältemittel und wird verdichtet, wodurch Wärme entsteht. Diese Wärme wird an das Heizsystem im Haus übertragen. Hierdurch kühlt das Kältemittel wieder ab und wird über die Erdsonden dem Boden zur erneuten Wärmeaufnahme zurückgeführt. Nun beginnt der Kreislauf von vorne. Das Prinzip der Wärmepumpe ist üblicherweise von Kühlschränken und Klimaanlagen bekannt.

Fortsetzung folgt....

Bau der Technikzentrale ist abgeschlossen

 

Nach Abschluss der letzten Bauphase im Hexenholz sind wir einen großen Schritt weiter das Wärmenetz in Betrieb zu nehmen.

Der komplette Rohrleitungsbau ist abgeschlossen und alle nötigen Leitungen führen von dem Bohrfeld in die Zentrale und von dort aus in die einzelnen Straßenabschnitte. So konnte jetzt das Rohrleitungsnetz mit dem Wasser-Glykolgemisch befüllt werden, welches im Winter die Wärme und im Sommer die Kühlung zu den Häusern transportiert.

Sobald die ersten Bauherren bereit sind, können die Anschlüsse für die Wärmeversorgung hergestellt und die Wärmepumpen installiert werden.